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Kukhala ku Malawi -
wie man in Malawi lebt |
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In Malawi leben hauptsächlich Angehörige verschiedener Bantustämme. Diese wanderten in verschiedenen Wellen in dieses Gebiet ein. Der grösste Stamm sind die Chewa (Süden und Central Region). Im Norden leben Tonga und Tumbuka.
Die Menschen leben zumeist in ländlichen Regionen und betrieben Landwirtschaft. Sie leben in einfachen Dörfern aus Lehmhütten, mit runden geflochtenen Maisspeichern. Zunehmend werden die Häuser au gebrannten Ziegeln gebaut, was eine längere Haltbarkeit bei den heftigen Regenfällen verspricht. Jeder Stamm hat seine eigene Sprache, die mit Chi- vor dem Stammesnamen benannt wird. In Malawi gibt es etwa zwanzig verschiedene Stammesprachen, die ziemlich unterschiedlich klingen. So lautet die Begrüßung auf Chichewa, der Amtssprache, "Muli bwanji", auf Chitonga "Mwej uuli". Chichewa wird seit Kamuzu Bandas Zeiten in der Schule gelehrt, und ist Amtsprache. Die Bevölkerung Malawis besteht zur Hälfte aus Kindern (unter 15 Jahren). Die Lebenserwartung liegt durchschnittlich bei 41 Jahren, vor der starken Ausbreitung |
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von HIV lag sie bei 45 Jahren. Die Kindersterblichkeit beträgt 24%, knapp die Hälfte davon ist durch AIDS bedingt (Zum Vergleich: in Deutschland beträgt sie 0,1%, und ist vorwiegend durch Unfälle bedingt).Wenn man Malawi besucht, staunt man über die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen. Man wird freundlich begrüßt, und in schwierigen Lagen sehen es die Menschen als ihre Pflicht, den Besuchern aus der Patsche zu helfen. Das tun sie meistens, obwohl man für die Verhältnisse der Einheimischen meist unermeßlich reich zu sein scheint.
Die Freundlichkeit zeigt sich in den ausgiebigen Begrüssungen, den meist sanften Umgangsformen miteinander, der friedlichen Geschichte des Landes, und der relativ guten Sicherheitslage. Befindet man sich allerdings in einem touristischen Bereich wie einer der Städte am See, oder in der Hauptstadt, muss man sich als Weisser jedoch auf den einen oder anderen Nepp gefasst machen. Wenn man sich die Handelssituation Malawis anschaut, kann man das allerdings nicht als besonders ungerecht empfinden - gutheissen sollte man es aber trotzdem nicht. |
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Die Menschen ernähren sich vor allem von Mais. Fast jede Familie betreibt Landwirtschaft, auf einem eigenen kleinen Acker. Mais ist die wichtigste Feldfrucht, und wird als warmer Maisbrei (Nsima) oder etwas wässrigerer Brei mit Zucker (Phala) gegessen. Dazu gibt es Trockenfisch aus dem Malawisee (Nsomba) und Gemüse (Masamba). Die etwas weniger Armen leisten sich Ziegenfleisch (Nyama ya Mbozi) oder Rind (Nyama ya Ngombe). Wer nicht traditionell als Kleinbauer lebt, und mit eigenem Tabakanbau etwas verdient, arbeitet meist als Tagelöhner auf großen Tabakplantagen. Diese verdienen etwa 40 Cent pro Tag, und gehören damit zu den Ärmsten. Die Nahrungsversorgung ist nicht gesichert, und durch die hohen Preise für importierten Dünger sind die Kleinbauern meist nicht mehr in der Lage, aus ihren ausgelaugten Böden ausreichende Ernten zu gewinnen. Wenn dann die Regenzeit nicht wie gewohnt kommt, ist die Versorgungslage schnell prekär. |
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| Das Schulsystem ist wie in England aufgebaut, die "Primary School" dauert acht, die "Secondary School" vier Jahre. Primary School ist gebührenfrei. Die Schulen leiden sehr unter Lehrermangel, durchschnittlich sind 100 Kinder in einer Klasse. Auch Bücher und Hefte sind nicht im Überfluss vorhanden.
Die niedrigen Klassen werden mangels Häuser draussen unterrichtet, unter Bäumen oder Vordächern. Die Lehrer sind schlecht ausgebildet, unterbezahlt, und viele sind bereits an AIDS gestorben. Insgesamt ist die Qualität der öffentlichen Schulen in Malawi sehr schlecht, nach acht Jahren Primary School können die wenigsten richtig Englisch. Der Mangel an Ausgebildeten wurde noch dadurch verstärkt, dass die Menschen mit Berufsausbildung (inklusive Lehrer) häufiger an AIDS erkrankt sind, als die einfachen Leute. Zusätzlich werden aus dem Gesundheitssektor seit langem Krankenschwestern nach Großbritannien abgeworben. |
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| Öffentliche Verwaltung und Regierung in Malawi sind sehr korrupt, und meist nicht am Wohl der Bevölkerung interessiert. Diese Einstellung findet sich ja leider häufiger auf dem afrikanischen Kontinent. In Malawi ruht derzeit die Hoffnung auf dem neuen Präsidenten Bingu wa Mutharika, der sich offenbar von seinem Vorgänger absetzen will.
Bei allen Problemen erstaunt die Fröhlichkeit und Vitalität der Menschen in Malawi. Vor allem die Kinder sind überall zu sehen, die ohne Spielzeug fantasievolle Spiele spielen, und sich sehr für alles Neue interessieren. |
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